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Das Kantō-Erdbeben

Japan liegt auf dem pazifischen Feuerring, also der Vulkankette, die den Pazifischen Ozean umschließt. Und der Fuji liegt genau dort, wo sich drei kontinentale Platten treffen: die Eurasische Platte, die Pazifische Platte und die Philippinenplatte. Entsprechend groß ist das Erdbebenrisiko der gesamten Region. Und auch Yokohama wurde von schweren Beben nicht verschont.

Das bisher letzte verheerende Beben war am 1. September 1923 um 11:58 Uhr: Es hatte die Magnitude 8,3 und vernichtete mit einem Schlag große Teile von Yokohama und Tōkyō. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 25 km vor der Küste von Kamakura. Bei dem Beben kamen insgesamt fast 143.000 Menschen um, hinzu kamen die Vermissten, Verletzten und Obdachlosen. Rund 447,000 Häuser gingen in den nachfolgenden Bränden verloren. Diese brachen aus, weil das Beben die Menschen bei den Vorbereitungen für das Mittagessen und beim Kochen überrascht hat. Sie breiteten sich aufgrund der Holzbauweise und den an dem Tag vorherrschenden starken Winden rasch aus, so dass auch viele Gebäude zerstört wurden, die das Erdbeben relativ unbeschadet überstanden hatten.

Allein in Yokohama beliefen sich die Schäden auf mehr als 230.000 Tote und Vermisste und mehr als 72.000 Gebäude wurden durch das Beben oder die Brände zerstört. Der Großteil der Bevölkerung war betroffen, nicht nur durch das Beben selbst, sondern auch durch die Versorgungsengpässe hinterher: Aufgrund der Zerstörungen wurden Fabriken geschlossen, die daraus resultierende Arbeitslosigkeit erschwerte den Wiederaufbau. Auch der Hafen litt unter den Folgen des Erdbebens.

Dieses Beben zeigte jedoch auch, dass selbst die modernen westlichen Gebäude nicht immer so erdbebensicher waren, wie man es sich erhofft hatte. Gerade Ziegelbauten fielen aufgrund der Schwingungen in sich zusammen. Beispiele für Grundmauern seinerzeit hochmoderner Gebäude, die als Mahnmal stehen gelassen wurden, gibt es auch in Yokohama. Zu nennen sind das alte Zollhaus neben den Link Backstein-Lagerhäusern , das Gebäude neben der Link Ehrisman-Residenz und die ehemalige französische Garnision in Yamate.

Heutzutage ist der 1. September ein Gedenktag, an dem in ganz Japan auf die stete Erdbebengefahr hingewiesen wird und an dem in allen Medien Informationen über Vorbeugungsmaßnahmen verbreitet werden.

Weblink Bilder aus Yokohama vom Kantō-Erdbeben (Zentralbibliothek der Stadt Yokohama, Seite 1 von 5; Navigation über die grauen Pfeiltasten rechts oben, Vergrößerung der Bilder durch Anklicken)


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Zuletzt geändert am 03.02.2009
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